Sendung vom 18.11.2015

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Filmfälle

Brutaler Überfall auf Rentnerin

Inhalt

  • Dienststelle: Kripo Frankfurt
  • Kommissar im Studio: Martin Schuy
  • Tattag: 21. Oktober 2014
  • Details: 85-Jährige; auf Rollator angewiesen; an der Stadtsparkasse beobachtet; neue Vorhänge bestellen und dafür 1.050€ von der Bank abheben; Täter verfolgen Opfer dann weiter, nächste Station: Supermarkt; gemeinsam Aufzug zur U-Bahn besteigen; immer wieder werden Überwachungsvideos gezeigt; als U-Bahn-Innenaufnahme wird eine S-Bahn (Baureihe 423) gezeigt; Täter verfolgen Opfer bis nach Hause; Verweis auf Kellertür; dort wird das Opfer überfallen, gewürgt und schwer verletzt zurückgelassen; drei Wochen später wird das bis auf das Geld komplette Portemonnaie bei Butzbach in den Briefkasten geworfen und dem Opfer zurückgeschickt
  • Zitate: "Sie sehen ein einmaliges Dokument eines hinterhältigen Verbrechens."
  • Bewertung: ***
  • Status: ungeklärt

Nachspiel

Sprengung von Geldautomaten

Inhalt

  • Dienststelle: Kripo Siegen
  • Kommissar im Studio: Michael Scholze
  • Tattage (u.A.): 05. Juni 2015
  • Details: Fahndung nach Iztok Hartmut O.; bereits in der Sendung vom 25.07.2012 und dann in der Sendung vom 27.02.2013, beides Mal als Studiofall, behandelt; im November 2007 begonnen; stets gleicher Modus Operandi: mit Akkubohrer 10 mm-Loch bohren, explosive Substanz einfüllen und per Lunte anzünden, dann Kassette mit Geld entwenden; stets maskiert; erste heiße Spur am 13. Juli 2012; Kunde kauft Benzin ohne zu bezahlen; bei der Kripo fällt die Ähnlichkeit auf; gefälschtes Kennzeichen; silberner Audi fällt bei weiteren Tankbetrügereien auf; Iztok Hartmut O. ist unauffindbar; Zeugin wird ausführlich befragt; Studium der Architektur; an Audi basteln; Briefe des Mannes existierten noch; an Briefmarke wird die DNA des Mannes gefunden; nächste Tat an Raststätte; dort wenig Betrieb; wieder der gleiche Modus Operandi; auf die Erschütterung hin reagieren die Angestellten und benachrichtigen die Polizei; Iztok Hartmut O. trat unmaskiert auf
  • Zitate: "Mit Briefmarke zum Andenken!" [...] "Das Bild kennen wir doch!"
  • Bewertung: **
  • Status: geklärt

Nachspiel

Am 26. November 2015, also rund eine Woche nach der XY-Sendung, konnte Iztok Hartmut O. in Hamburg festgenommen werden. Mithilfe der Hinweise der XY-Zuschauer beschränkte die Kripo ihre gezielten Suchmaßnahmen nach Hamburg. Dadurch konnte das Fluchtauto des Täters, ein Audi A 8/S 8 Quattro (über 300 PS), in der Hansestadt lokalisiert werden. Das Auto war mit einer gestohlenen und der Kripo noch unbekannten Kennzeichendoublette versehen. Weitere Ermittlungen ergaben, dass sich O. in einer Lagerhalle im Hamburger Stadtteil Niendorf versteckt hielt. Zielfahnder der Hamburger Polizei spürten diesen dann auf, durchsuchten die Halle und fanden O., der sich widerstandslos festnehmen ließ, dort.

In der Sendung vom 20.01.2016 wurde die Aufklärung in XY berichtet.

Vermisst: Jutta S.

Inhalt

  • Dienststelle: Kripo Halberstadt
  • Kommissarin im Studio: Kerstin Jornitz
  • Tag des Verschwindens: Anfang April 2014
  • Details: Thale in Sachsen-Anhalt; Frau vertreibt Antiquitäten; kaum Umsatz und Schulden; Freund pirscht sich von hinten an; mieser Verkauf; Freund wirft Messigkeit vor; Bordell in Köln; per Jobvermittlung Ersatz im Bordell suchen; keine wirklich engen Freunde, dafür mehr oder weniger gepflegte Bekanntschaften; Opfer soll nur ein Paar Tage in Köln arbeiten; Vorstellungsgespräch; gute Bezahlung; Mann ist von der Idee eines Bordelles sichtlich nicht angetan; halbwegs über Wasser bleiben und Schulden tilgen; bis 2014 "alles roger"; von Freund trennen; im April Immobilien in Thale ansehen; am 1. Mai wieder nach Köln; am 2. Mai als vermisst melden; Lebenspartner ist erstaunt, als er erfährt, dass sich ihre Partnerin von ihm trennen wollte; Streit bei der Ummeldung; im Streit auseinander gegangen und danach nicht mehr gesehen; indisches Auge im linken Schulterblatt tätowiert
  • Zitate: "Es gibt nur ein Problem ... es ist ein Bordell." "Hm ... auch da wollen die Leute was trinken?!"
  • Bewertung: *
  • Status: ungeklärt

Nachspiel

Überfall mit Kalaschnikow

Inhalt

  • Dienststelle: Kripo Köln
  • Kommissar im Studio: Dirk Bachem
  • Tattag: 08. Oktober 2014, gegen 14:40 Uhr
  • Details: AK 47 - Kalaschnikow; Reparaturwerkstatt in Ehrenfeld; Ölverlust; Kundin ärgert sich und bringt ihr Wagen zurück; Lehrling hat Panne verursacht; zwei Männer mit Sporttaschen gehen direkt vor ein Auto über die Straße; danach Überfall; Angestellte reagieren nicht, erst nach Schuss wird das Geld ausgehändigt; auf dem Fluchtweg bleiben Kleidungsstücke zurück; ungewollt wird Beweismaterial vernichtet; auf der Linie 4 von Bocklemünd zum Friesenplatz fliehen; dort verliert sich die Spur
  • Zitate: "Ja, das wär ja noch schöner, wenn ich die Rechnung bezahlen müsste!"
  • Bewertung: **
  • Status: ungeklärt

Nachspiel

Die Studiofälle der Sendung:

  • SF1: BKA Wiesbaden - Fahndung nach Salah A.: Beteiligung an den Attentaten in Paris vermutet; Aufenthalt völlig unklar; kann sich auch in Deutschland aufhalten; Zeugen sollten sich dem jungen Mann nicht nähern; bei Sichtung umgehend die Polizei verständigen;

Geklärt: A. wurde am 18. März 2016, nach 126 Tagen Flucht, im Brüsseler Stadtteil Molenbeek, nur 300 Meter von seinem Elternhaus entfernt, von der Polizei festgenommen. Während der Festnahme wurde er leicht am Bein verletzt und kam vorübergehend in eine Klinik. Die Ermittler nahmen nach Medienberichten insgesamt fünf Verdächtige fest, darunter auch eine Familie, bei der sich Salah A. versteckt hatte. Die Familie bestritt, etwas von den Anschlägen gewusst zu haben.

Bei seiner Vernehmung nannte A. als Planer der Terroranschläge vom 13. November 2015 in Paris Abdelhamid A. Er selbst habe die Hotelzimmer und Fahrzeuge im Auftrag seines Bruders gemietet, sowie die Selbstmord-Attentäter zum Stadion gefahren. Seinen eigenen Sprengstoffgürtel habe er weggeworfen. Die später festgenommenen Mohamed A. und Hamza A. haben ihn anschließend nach Belgien gebracht. Nach Angaben des belgischen Justizministers Koen Geens soll der mutmaßliche Terrorist an Frankreich ausgeliefert werden. Am 20. März 2016 gaben die Ermittler bekannt, dass er offenbar weitere Anschläge plante. Außerdem wurden bei ihm „schwere Waffen“ gefunden.

Ende März 2016 wurde die Auslieferung von Salah A. nach Frankreich durch einen richterlichen Beschluss autorisiert. A. habe dies selbst verlangt und wolle mit den französischen Behörden zusammenarbeiten. Am 27. April 2016 wurde er von Belgien nach Frankreich ausgeliefert.

XY Update

  • Sendung vom 25.08.2010 SF1: Damals ging es um eine männliche Leiche, die bis heute nicht identifiziert werden konnte. Die Polizei geht davon aus, dass der Mann Opfer eines Verbrechens geworden war. Zum Zeitpunkt des Auffindens war der Leichnam bereits skelettiert, deshalb wurde eine Gesichtsweichteilrekonstruktion angefertigt und veröffentlicht, doch ohne Erfolg. Niemand schien diesen Mann zu erkennen. Jetzt wurde nach neuesten kriminaltechnischen Methoden eine neue Rekonstruktion erstellt. Das Opfer war zum Zeitpunkt des Todes zwischen 36 und 42 Jahre alt und etwa 1,70m groß. Entdeckt wurde die Leiche im April 2008 bei Rodungsarbeiten an der Autobahn A 63 in der Nähe der Anschlussstelle Klein-Winternheim. Vermutlich war der Mann zwischen 1994 und 2000 ermordet und dort abgelegt worden. Eine Isotopenanalyse lässt auf eine Herkunft aus Osteuropa bzw. Polen schließen.

XY Gelöst:

  • Sendung vom 14.01.2015 FF5: Der Polizei ist es jetzt gelungen, alle vier Tatverdächtige zu ermitteln: Die Abholerin, den Fahrer und die beiden Anrufer. Mehr Details über die Festnahmen der Tatverdächtigen werden nicht genannt.

Erste Ergebnisse

Vom Terror überschattet

XY-Fahndung zu Attentaten in Paris - Ist ein Täter in Deutschland?

Am Thema Terrorismus kommt im Moment keine aktuelle Sendung vorbei. So war klar, dass auch die ZDF-Fahndungssendung "Aktenzeichen XY... ungelöst" am Mittwochabend ihren Beitrag zur Suche nach einem der Attentäter von Paris leistet. Und tatsächlich gingen Hinweise zur Fahndung nach Salah A. ein.

„Die eingegangen Hinweise müssen natürlich erst geprüft werden“, so Alfred Hettmer vom bayerischen LKA zu den Anrufen. Mit der Fahndung nach Salah A. war die XY-Sendung eröffnet worden. Der 26-Jährige soll an den Anschlägen in Paris am letzten Wochenende beteiligt gewesen sein. Es wird nicht ausgeschlossen, dass er inzwischen nach Deutschland geflüchtet ist. Erstaunlicherweise gingen relativ schnell einige Hinweise auf den inzwischen international gesuchten Terrorverdächtigen ein. „Es kann sich dabei natürlich auch um Verwechslungen handeln“, erklärte Hettmer. „Dem muss jetzt nachgegangen werden.“


Die Kripo Frankfurt suchte in der XY-Sendung nach zwei Räubern, die eine 85-jährige Seniorin über längere Zeit auf der Straße verfolgten: von der Bank über den Supermarkt bis nach Hause. Dort überfielen sie die alte Dame. Sind es Serientäter? Das könnte der Hinweislage nach durchaus möglich sein. Anrufer wiesen auf ähnlich gelagerte Fälle hin. Auch wollen Hinweisgeber die Täter erkannt haben - auf den Überwachungsfotos, die in XY gezeigt wurden. Allerdings bedauert Oberkommissar Martin Schuy von der Kripo Frankfurt: „Namen gibt es bis jetzt noch nicht." Dennoch ist er optimistisch: "Vielleicht in den nächsten Tagen."


Auch zur vermissten Jutta S. gab es vielversprechende Anrufe. Mehrfach berichteten Zuschauer, die 53-Jährige aus Thale nach ihrem Verschwinden gesehen zu haben – unter anderem in Berlin, Mainz und in Thale selbst. Kerstin Jornitz von der Polizeidirektion Sachsen-Anhalt Nord: „Wenn sie lebt, wäre das natürlich eine der besten Nachrichten für uns." Jutta S. ist seit Mai 2014 verschwunden. Die Polizei befürchtet, dass sie einem Verbrechen zum Opfer gefallen ist.

Ansehen

Die komplette Sendung in einem Teil!

Bemerkungen

  • Direkt zu Beginn wird eine Fahndung nach einem mutmaßlichen Attentäter von Paris ausgestrahlt.
  • Alle drei Preisträger des XY-Preises von 2015 befanden sich im Studio.


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