Sendung vom 20.10.1967

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Filmfälle

Mord an einer Unbekannten ("Grünes Minikleid")

Inhalt

  • Dienststelle: Kripo Wiesbaden
  • Damalige Belohnung: 3.000 DM
  • Tatverdächtig: Im Update ist die Frau zwar immer noch nicht identifiziert, es wird aber ein Tatverdächtiger vorgestellt. Allerdings scheint es sich dabei nicht um den Täter gehandelt zu haben.
  • Details: Waldstück bei Roth/Westerwald. Mopedfahrer fährt in den Wald, um Farnkräuter für seinen Garten zu suchen. Findet in Teich weibliche Wasserleiche, die mit 2 Steinen beschwert war und mehrere Wochen im Wasser lag. 2 Schüsse in die linke Kopfhälfte, auffälliges "schockgrünes" Minikleid ("Tanzkleid"), weitere Kleidungsstücke in der Umgebung. Junges Opfer war betrunken (mindestens 2,5 Promille) und hatte sehr schlechte Zähne, Ermittlungen führen in eine Nachtbar, Kellnerin erinnert sich. Männliche Begleitung mit großen Händen und einem Ring mit schwarzem Stein. Am Ende Foto von der Wasserleiche.
  • Zitat: "Die Naht, die ist so primitiv zusammengezogen, als ob es eine 12-Jährige gemacht hätte ..... Oder ein Mann."
  • Bewertung: ***
  • Status: geklärt
  • Ansehen: Einzelfolge Teil 1, Teil 2

Nachspiel

In seinem Buch "Das unsichtbare Netz" von 1969 beschreibt Eduard Zimmermann, wie der Einsatz des Mediums 'Fernsehen' auch an seine Grenzen gestoßen ist (S. 167 ff). Obwohl mehr als 200 Hinweise auf die Austrahlungen (inkl. nochmaliges darauf eingehen) eingingen, konnte der Fall nicht mit Hilfe der Zuschauer gelöst werden. Dabei war die Lösung schon am Tage nach der Sendung so greifbar nahe. Eine Freundin der Mutter der Toten meinte: "Du sag mal, die Tote, die gestern im Fernseher kam, könnte das nicht die Christel sein?" Aber die Mutter winkte ab. Sie vermutete ihre Tochter bei irgendwelchen Männern oder amerikanischen Soldaten. Christel hatte ihrer Mutter in den letzten Jahren mehr Kummer als Freude bereitet. Sie arbeitete in Bars und Nachtlokalen, oft in der Nähe amerikanischer Kasernen. Die Spur zum Mörder und zur Identifizierung von Christel Speer brachte letztendlich nicht Aktenzeichen XY, sondern die Redseligkeit ihres "Totschlägers" unter Alkohohleinfluß. Erich W., Sohn eines Butzbacher Barbesitzers und aus dem Milieu, war mit Christel verlobt und wegen wechselseitiger Untreue in heftige Eifersuchtsstreitigeiten verwickelt. In einem geschickt vorbereiteten Geständnis lancierte er folgende Version: Während einer nächtlichen Autofahrt griff die stark alkoholisierte Christel in sein Handschuhfach, zog einen Revolver und drohte, sich zu selbst erschießen. Unglücklicherweise löste sich ein Schuß und traf die die Unglückliche in den Kopf. Die Getroffene stöhnte und schrie. Um ihr weitere Qualen zu ersparen, setzte Erich W. noch einen zweiten aufgesetzten Schuß hinterher. Der Tat war Erich hinterher seelisch nicht gewachsen. Insbesondere in betrunkenem Zustand hat er gegenüber neuen Verlobten drohende Aussagen und kolportierende Geständnisse verfaßt und mit einem der Vorgängerin vergleichbaren Schicksal gedroht. Die Limburger Mordkommision wurde auf ihn aufmerksam. Eine Schwurgerichtskammer in Gießen verurteilte ihn wegen Totschlag zu zwölf Jahren Zuchthaus. Mord konnte ihm nicht bewiesen werden.
1. Update in der Sendung vom 05.07.1968.
2. Update in der Sendung vom 02.08.1968.
Über die endgültige Klärung des Falls wird auch in der Sendung vom 07.03.1969 berichtet.

Fahndung nach Otto F. ("Heiratsschwindler")

Inhalt

  • Dienststelle: Kripo Hannover
  • Beamter im Studio: Herr Ebers
  • Damalige Belohnung: 1.000 DM
  • Details: Heiratsschwindler, angeblich Pilot und Aufsichtsratsmitglied; Geschädigte lässt sich immer vertrösten; die Frau wurde um 43.000 DM betrogen; die Kripo legt sich danach vergebens auf die Lauer, der Gesuchte kehrte nicht mehr zurück
  • Bewertung: **
  • Status: geklärt

Nachspiel

Eine Zuschauerin erkennt den Gesuchten vor einem Münchner Cafe in der Schleißheimer Str. ca. 4 Monate nach der ausgestrahlten Sendung. Eine Freundin von ihr wurde von "Flugkapitän Pöll" zuvor um 11.500,- DM betrogen. Eine herbeigerufene Streife verhaftet den Gesuchten nach 8 Jahren Fahndung. Das Urteil des Landgerichts Hannover vom April 1969 lautet auf 6 Jahre Zuchthaus und 6 Jahre Ehrverlust.
In XY wird die Klärung in der Sendung vom 15.03.1968 berichtet.

Der Fall einer Diebes- und Hehlerbande ("Punzzeichen")

Inhalt

  • Dienststelle: LKA Düsseldorf
  • Beamter im Studio: Staatsanwalt Dr. Schramm
  • Belohnung: je 500 DM für eine erkannte Punzierung
  • Details: Dame "Elfie" in ihrem neuen Mantel; Punzzeichen, "sitzende Katze" und das "große C"; erbeutete Waren im Wert von 1 Mio. DM;
  • Bewertung: *
  • Schauspieler: Wolfgang als ermittelnder Kriminalbeamter!
  • Zitate: "Man sieht ihr an, dass sie bessere Tage erlebt hat", "Handschellen klicken, Pistolen wechseln den Besitzer", "Jetzt steigen Sie hier erstmal in den anderen Wagen ein, ich habe ein prima Zimmer für Sie reserviert"
  • Status: teilweise geklärt

Nachspiel

Geklärt wurde dieser Fall zu Teil in der Folgesendung. Eines der Punzzeichen wurde von einem Zuschauer erkannt.


Die Studiofälle der Sendung:

  • Studiofall ("Bauernschreck"): LKA Hannover - Fahndung nach Johann K., einem Melkmaschinenbetrüger! Er hat die zweifelhafte Ehre, der Erste, der eigentlich nicht geplanten Studiofälle zu sein. Ansehen
Geklärt: Johann K. ist auch der Erste, der aufgrund eines Zuschauerhinweises verhaftet wird. Bereits 14 Minuten nach der Sendung wird er beim Kegeln in Bad Neuenahr, in der Eifel, festgenommen. Auflösung in der Folgesendung

Erste Erkentnisse:

noch keine Einträge

Ansehen

Die komplette Sendung in einem Teil
oder
Vorspann der Sendung

Bemerkungen

  • Mit dieser Folge ging alles los! Telefonnummer des Aufnahmestudios: 06121/36001.
  • Ede gibt Tipps, wie man den Bildschirm am besten abfotografiert. "Es könnte ja sein, dass ihnen der Verbrecher schon morgen über den Weg läuft."
  • Nach FF1 hält Ede eine "Smith & Wesson" 38er in Händen


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